Übersicht: Cannabis-Facts
Kann man männliche Hanf-Pflanzen konsumieren?
Lilo wollte folgendes von uns wissen: „Kann man eigentlich nur die weibliche Cannabis-Pflanze zu sich nehmen oder auch die männliche?“
[weiter]Kann man an einer Überdosis Cannabis sterben?
Ein Mensch kann weder durch Rauchen noch durch Essen von Cannabis eine so große Menge aufnehmen, dass die Wirkung tödlich ist.
[weiter]Wie lange ist Cannabis nachweisbar?
Das ist sehr unterschiedlich, hängt jedoch im Wesentlichen von 2 Faktoren ab. Erstens von der Konsummenge und der Konsumhäufigkeit. Je mehr und häufiger man konsumiert, desto länger ist Cannabis nachweisbar. Zweitens von der Art des Tests. So ist ein einmaliger Konsum von Cannabis bei einem Urintest etwa 2-3 Tage nachweisbar ist.
[weiter]Ist Cannabis in den Niederlanden und der Schweiz erlaubt?
Cannabiskonsum ist in keinem Staat wirklich legalisiert. Theoretisch kann man auch in den Niederlanden für den Besitz von Cannabis bestraft werden. Nur kennt das Niederländische Strafrecht das Opportunitätsprinzip, was bedeutet, dass nicht jede Straftat verfolgt werden muss.
[weiter]Was passiert, wenn ich in der Schule mit Cannabis erwischt werde?
Besteht der „begründete Verdacht“, dass im Schulbereich Cannabis konsumiert wird, so gilt der §13 des SMG, der eine Regelung des Problems innerhalb der Schule und ohne Polizei vorsieht. Die Schulleitung muss die Eltern von Minderjährigen informieren, die betroffenen SchülerInnen werden einer schulärztlichen Untersuchung unterzogen.
[weiter]Was passiert, wenn ich mit Cannabis erwischt werde?
Die Polizei muss ermitteln und kann daher auch den Jugendlichen befragen und eine Durchsuchung von Gegenständen (z.B. Jacke, Hose, Tasche) vornehmen. Für eine Körperkontrolle und Hausdurchsuchung braucht die Polizei aber grundsätzlich eine richterliche Bewilligung.
[weiter]Gibt es bei Cannabis eine “Freimenge”?
Jeder Umgang mit Cannabis (Erzeugung, Erwerb, Besitz und Weitergabe, …) ist in Österreich nach dem Suchtmittelgesetz (SMG) verboten. Es gibt keine erlaubte Kleinstmenge, auch nicht für den Eigengebrauch.
[weiter]Löst Cannabis psychische Erkranungen aus?
Weitgehend unumstritten ist, dass Cannabis bei Personen mit entsprechender Veranlagung Psychosen (insbesondere Schizophrenie) auslösen bzw. deren Entwicklung beschleunigen und den Krankheitsverlauf verschlechtern kann. Deutlich weniger gesicherte Aussagen kann man hingegen darüber machen, ob der Cannabiskonsum auch das Risiko für affektive Störungen wie Angstzustände, Depressionen oder Selbstmordabsichten erhöhe.
[weiter]Was sind die Risiken des Cannabis Konsums?
Cannabis ist nicht „harmlos“. Genau wie bei Alkohol hängt das Risiko einerseits von der Menge, der Häufigkeit und Dauer des Konsums ab. Andererseits sind die Gründe für den Konsum, die soziale Umgebung (z.B. alleine oder in der Gruppe), die konkrete Situation, die persönliche Verfassung und vor allem das Alter zu berücksichtigen.
[weiter]Was sind Folgen von langfristigem und häufigem Konsum?
Bei längerem und häufigem Konsum kann Cannabis das Erinnerungsvermögen, die Lernfähigkeit und die Motivation stark negativ beeinflussen. Zudem kommt es – wie beim Rauchen – zu einer Schädigung von Lunge und Atemwegen und erhöhtem Krebsrisiko.
[weiter]Kann man von Cannabis abhängig werden?
Auch bei Cannabis kann man die Kontrolle über den Konsum verlieren. Konsummenge, Konsumhäufigkeit, Konsummotivation, individuelle Faktoren, aber auch das Einstiegsalter beeinflussen das Risiko, eine Abhängigkeit zu entwickeln.
[weiter]Wie wirkt Cannabis?
Beim Rauchen tritt die Wirkung unmittelbar ein und dauert einige Stunden an. Beim Verzehr – z.B. bei Keksen – entfaltet sich die Wirkung erst nach etwa ein bis zwei Stunden und tritt dann oft plötzlich ein. Der Effekt dauert meist länger als beim Rauchen und lässt sich schwieriger steuern. Außerdem hängt die Wirkung von Cannabis [...]
[weiter]Stimmt es, dass alle Jugendliche kiffen?
Nein, der Eindruck „Alle Kiffen“ ist nicht richtig! Zwar kann man davon ausgehen, dass rund 40% der jungen Erwachsenen in Österreich bereits mindestens einmal Cannabis probiert haben, der Anteil jener, die mehr oder weniger regelmäßig konsumieren, ist aber deutlich kleiner. So konsumieren weniger als 1% der Bevölkerung mehrmals pro Woche Cannabis.
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